Andere Möglichkeiten, die Furcht vor Zurückweisung zu überwinden:
Die zweite Hürde: Die Furcht davor, Frauen weh zu tun
Ich kenne Männer, die von der verrückten Idee getrieben sind, dass ihr Sextrieb Frauen verletzen könnte. Sie glauben, Sex sei irgendwie schlecht und schmutzig. Erich war so einer. Aufgewachsen mit drei Schwestern und einer Mutter, kein Vater. Er hörte täglich Weibertratsch, wie schlecht die Männer seien und dass sie von Frauen immer nur "das Eine" wollten. Es gab keinen, der sagte, dass Sex stark und begehrenswert ist. Niemand erzählte ihm, wie viel Freude und Frieden Sex spendet. Er hörte immer wieder und wieder, dass Männer unsensible Mistkerle, ja Bastarde, seien, die Frauen nur für sich missbrauchen wollten. Er hörte, wie seine Schwestern nach einem "date" nach Hause kamen und sich immer wieder über den Mann beschwerten, mit dem sie aus gewesen waren. Sein Wunsch wurde immer stärker, ein "guter" Kerl zu sein, der niemals eine Frau mit seiner schmutzigen Sexualität verletzen würde.
Als Teenager bemühte er sich dann immer nett und lieb und höflich zu Mädchen zu sein, auch zu denen, die ihm bei einem scheuen Kuss in die Lippe bissen. Er wollte noch nicht einmal sexuell an sie denken, weil das ja nur "grobe und schmutzige" Gedanken seien. Also fing er an, sich Sexheftchen zu beschaffen, in denen es natürlich nur grob und schmutzig zuging. Er befriedigte sich selbst und fühlte sich dabei sogar schuldig.
Natürlich kam der Tag, es war ein Nachmittag, den er mit einem Mädchen verbrachte und an dem sie sehr zärtlich miteinander waren. Er vermied es immer wieder, sie an ihren Brüsten zu berühren, weil er sie ja nicht missbrauchen wollte, wie seine Schwestern "missbraucht" worden waren. Irgendwann sagte sie dann: "merkst Du eigentlich, dass Du mich niemals an der Brust berührst? Hast Du denn gar keine keine Lust auf mich?" und sie nahm seine Hand und legte sie an eine ihrer Brüste. Er erzählte mir, mit Tränen in den Augen, wie das auf einmal seine ganze Welt auf den Kopf stellte.
Natürlich sind die meisten Männer nicht so scheu wie Erich. Aber vielen ist gar bewusst, dass sie viel zu schüchtern sind. Sie haben unbewusst diese Zurückhaltung, weil sie durch die gesellschaftliche und von vielen Organisationen geförderte Ablehnung sexueller Genüsse beeinflusst wurden. Viele glauben, dass sie einer Frau etwas antun, wenn sie nur Sex von ihr wollen und vergessen dabei ganz, dass Frauen durchaus selbst entscheiden wollen und können, was sie möchten und was nicht. Wenn eine Frau sich anbietet, durch ihre Kleidung, ihr Verhalten oder wie auch immer, dann ist es Männern erlaubt, dieses Angebot auszuprobieren. Wenn Du also harmlos und sensibel sein willst, sei es, aber wundere Dich bitte nicht, wenn Du wenig Sex bekommst.
Lies übermorgen mehr darüber, was sich Frauen wünschen. Morgen erfahren Sie mehr über das Menschenbild der Hypnose im Blog http://hypnosefriedrich.blogspot.com.
