Dienstag, 18. November 2008

Wo die Mädchen warten 1


Wie Du Fehler machen kannst

Ich beschreibe einmal, wie ein Klient - ich nenne ihn wieder Erich - von einem Misthaufen in den nächsten tritt. Im nächsten Post tritt Mark auf und zeigt, wie er an einem ganz normalen Tag fast jede Chance nützt. Mark hat viele Arten vorzugehen was seinen Erfolg sehr wahrscheinlich macht. Er hat die Theorie in praktische Schritte umgesetzt.

7.30 Uhr. Bob wird vom Wecker aus dem Schlaf gerissen
Sein erster Gedanke: "Mist! Wieder ein Tag. Warum kann ich nicht einfach weiter schlafen. Heute wird sicher noch schlechter als gestern. Vielleicht sollte ich mich mal krank melden? Seit zwei Jahren habe ich keine Frau mehr getroffen.
Er duscht nicht und hebt das Hemd auf, das er gestern einfach auf den Fußboden geworfen hat. Es geht noch einiger maßen. Er zieht einfach an, was er gestern schon an hatte. Vor dem Spiegel im Bad murmelt er sich selbst an: "Ich mag Dich nicht." Dann schlüpft er in ungeputzte Schuhe, haut die Türe zu und fällt in seinen Wagen.

7.45 Uhr. Auf dem Weg zur Arbeit
Bob schimpft darüber wie die anderen fahren. An einer roten Ampel hält ein hübsches Ding neben ihm. Er denkt einen Augenblick daran, wie toll es wäre, sie kennen zu lernen. Dann, als er merkt, dass sie ihn anschaut, sieht er schnell weg.

7.55 Uhr. Beim Bäcker
Er murmelt die nette Verkäuferin an. Er nimmt das belegte Brötchen, das er immer nimmt, sagt nicht einmal Danke und zahlt wortlos.

8.15 Uhr. Er kommt zu spät
Inge hat Dienst und sie begrüßt ihn nett mit einem fröhlichen "Guten Morgen, Erich!" Er schimpft über den Verkehr.
Einige Zeit später ruft ihn eine Bekannte an und lädt ihn zu einer Party in ein paar Tagen ein. Er schnauzt sie an: "Ich hasse Parties" und legt den Hörer auf.
Ein paar männliche Kollegen kommen vorbei und erzählen was. Er konzentriert sich auf seinen Bildschirm tut so als müsse er dringend etwas erledigen. In einer kurzen Pause schaut er ins Internet in ein Singles Forum und denkt "ich wette, die meisten sind krank und tun so als wären sie Frauen".

12.00 Uhr. Mittagspause
Erich geht in die Kantine und versucht sein Möglichstest jeden Kontakt zu vermeiden. Sein Essen nimmt er mit zurück an seinen Schreibtisch. Einige Kollegen lachen und er wundert sich, was es zu lachen gibt. Dann sieht er Maria, die attraktivst im Raum, die bei Mark sitzt und beide haben eine gute Zeit miteinander. Erich wundert sich, denn Mark ist gar nicht sonderlich attraktiv. "Was hat der bloß, was ich nicht habe?" fragt er sich.

13.00 Uhr. Wieder Arbeit
Ein Bekannter ruft an und erzählt, er hätte zwei Mädchen, die Lust hätten, mit ihnen einen Treffen zu machen. Erich sagt, er hätte keine Lust, sich mit völlig unbekannten Frauen zu treffen. Es könnte ja schief gehen weil man nicht weiß, was die wirklich wollen. Der Bekannte gibt auf und sucht jemand anderen.

18.00 Uhr. Feierabend
Erich macht sich zu Hause eine Pizza und lässt sich mit Bier voll laufen. Er glaubt, dass alle Frauen, die noch frei sind, irgend welche Fehler hätten, die nur Unannehmlichkeiten bereiten würden.

Lies übermorgen hier wo die Mädchen warten. Lies morgen den nächsten Post über die Abgrenzung der Hypnotherapie von anderen Psychotherapien im Blog http://hypnosefriedrich.blogspot.com.